Unser Ziel ist es, das Montessori-Kinderhaus Fürstenfeldbruck - erweitert um eine Krippengruppe - und die Montessori-Schule Olching an einem Standort zusammenzuführen und damit eine von der Kinderkrippe bis zum Abitur durchgängige Einrichtung in Fürstenfeldbruck zu schaffen, die nach den Grundsätzen der Montessori-Pädagogik arbeitet.
Da sowohl die Räumlichkeiten des Kinderhauses als auch der Schule lediglich als Übergangslösung dienen konnten und entsprechend genehmigt waren, haben wir bereits 1998 begonnen, die Voraussetzungen, die Rahmenbedingungen, die Rechtsgrundlagen und die Finanzierungsmodelle für einen Neubau der Schule und des Kinderhauses zu klären und mit der Regierung von Oberbayern und der Stadt Fürstenfeldbruck abzustimmen.
Ende 2000 wurde uns von einer Münchner Wohnungsbaugesellschaft ein Grundstück im Fürstenfeldbrucker Westen in der Cerveteristraße zum Kauf angeboten. Es dauerte noch weitere zwei Jahre bis die Finanzierung, die Konditionen des Grundstückskaufvertrages und die Verhandlungen mit der Stadt FFB soweit abgeschlossen waren, dass wir 2003 in unserer Mitgliederversammlung ein konkretes Konzept zur Abstimmung vorlegen und das Raumprogramm für die Schule bei der Regierung von Oberbayern einreichen konnten. Durch die erfolgte Genehmigung des Raumprogramms wurde der Bedarf festgestellt und damit die Förderung des Projekts durch die Regierung zugesichert. Die Baufertigstellung war zum Juli 2006 geplant, da zu diesem Zeitpunkt sowohl die Mietverträge als auch die behördlichen Genehmigungen beider Einrichtungen ausliefen.
Nach der Ausschreibung der Architekten- und Planerleistungen und anschließender Verpflichtung der ausgewählten Büros Anfang 2004 konnte bereits ein halbes Jahr später der Förderantrag bei der Regierung eingereicht werden. Durch die Stadt FFB wurden währenddessen die baurechtlichen Voraussetzungen in einem zügigen Verfahren geschaffen.
Im November 2004 teilte uns die Regierung dann völlig überraschend mit, dass sie von ihrer bisherigen Praxis, auf die Eintragung an erster Rangstelle in der Grundschuldeintragung zur Sicherung der Fördermittel zu verzichten, zukünftig abweicht und auf die Eintragung an erster Rangsstelle besteht. Daraufhin hat die Bank, von der wir bereits eine Finanzierungszusage hatten und kurz vor Abschluss der Kreditverträge standen, ihre Finanzierungszusage zurückgezogen.
Parallel zu unseren Bemühungen, die Regierung zur Rückkehr zu ihrer bisherigen Praxis zu bewegen, sind wir erneut in Verhandlungen mit den Kreditinstituten eingetreten. Es stand damit aber bereits fest, dass sich der geplante Baubeginn in 2005 und damit der Einzug zum Beginn des Schuljahres 2006/2007 verzögern würde. Im August 2005 hatten wir erneut eine verbindliche Finanzierungszusage vorliegen. Die Planungen wurden weitergeführt, der Baubeginn für März 2006 festgelegt und eine Verlängerung der Mietverträge und der Genehmigungen für die bestehenden Räumlichkeiten wurde für beide Einrichtungen beantragt.
Nach eineinhalb Jahren Bearbeitungszeit haben wir im März 2006 endlich den Förderbescheid der Regierung für den Schulneubau erhalten, der alle unsere Hoffnungen, dass die vielen Schwierigkeiten, den Neubau der Schule und des Kinderhauses zu realisieren, überwunden sind, zunichte gemacht hat. Erstmals wurde ein Förderbescheid mit einer Aussage in Bezug auf die voraussichtliche Wartezeit bis zur ersten Abschlagszahlung ausgestellt. Wir hätten demnach erst zehn Jahre nach Baufertigstellung eine erste Abschlagszahlung erhalten.
Das bedeutete, dass wir bei einer Bauzeit von zwei Jahren die Kosten für den Schulneubau und das Grundstück mindestens zwölf Jahre hätten zwischenfinanzieren müssen. Die finanzierende Bank, die bereits auf einen erstrangigen Eintrag im Grundbuch zugunsten der Regierung verzichtet hätte, hat auf Grund des nun nicht mehr einzuschätzenden finanziellen Risikos, das durch diese lange und zusätzlich nach oben offene Wartezeit entsteht, ihre Finanzierungszusage zurückgezogen. Unser Bauvorhaben war damit in der geplanten Form nicht mehr umzusetzen. Die Planungen mussten erneut gestoppt werden.
Nach wie vor besteht die Auflage des Landratsamtes Fürstenfeldbruck für unsere Schule aus Brandschutzgründen eine Alternative zu finden, bzw. Entlastung zu schaffen, um zumindest eine Duldung für eine weitere Übergangszeit zu erhalten. Zudem platzt die Schule aus allen Nähten. Unser Kinderhaus konnten wir auf Grund seines baulichen Zustandes nicht noch länger in den damaligen Räumen betreiben.
Um den Bestand unserer Einrichtungen zu sichern, haben wir daraufhin beschlossen, das Gesamtkonzept in einzelne Bauabschnitte aufzuteilen und haben ein weiteres Mal ein Planungs- und Finanzierungskonzept erarbeitet. Am 21.12.2006 hat uns die Sparkasse Fürstenfeldbruck eine Finanzierungszusage für den ersten Bauabschnitt erteilt.
Fast ein Jahr später, am 26.11.2007, konnte endlich mit dem ersten Abschnitt – den Bau des
Kinderhauses – begonnen werden. Die Fertigstellung erfolgte im August 2008, sodass zu Beginn des Kindergartenjahres 2008/2009 der Betrieb mit zwei Kindergarten- und einer Krippengruppe in den neuen Räumen in der Cerveteristraße 6 aufgenommen werden konnte.
Kurz nach Baubeginn im Januar 2008 ist die Stadt Fürstenfeldbruck mit der Anfrage bezüglich einer weiteren Krippengruppe auf uns zugekommen. Da uns die Erweiterung des Kinderhauses um eine zweite Krippengruppe nach in Kraft treten des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz als sinnvoll erschien und dem Zweck unserer Gemeinschaft, eine durchgängige Einrichtung von der Krippe bis zum Abitur zu schaffen, die als solche von vielen Eltern genutzt wird, dient, haben wir der Stadt gegenüber unser Interesse an einer Vergrößerung erklärt. Obwohl der Rohbau zu diesem Zeitpunkt schon sehr weit fortgeschritten war, haben Architekt und Fachplaner die technischen Voraussetzungen für einen Anbau kurzfristig berücksichtigt und umgesetzt. Am 14.04.2008 wurde im Sozialausschuss und einen Tag später im Hauptausschuss des Stadtrates die Errichtung der zusätzlichen Gruppe beschlossen. Parallel zu den bereits laufenden Bauarbeiten haben wir umgehend mit dem Anbau des zusätzlichen Gruppenraums begonnen. Im März 2009 waren der Anbau und Ende des gleichen Jahres darüber hinaus auch die Außenanlagen endgültig fertig gestellt.
Unser Ziel ist es nun, schnellstmöglich einen Großteil des Darlehens, das wir für den Neubau aufgenommen haben, zu tilgen und uns damit Spielraum für den zweiten Bauabschnitt - das Schulgebäude - zu schaffen.
Stand: Januar 2010